CDRSynTra2 – Synthese, Bewertung und Dialog zu CO₂-Entnahme

Bewertung und Einordnung von CO₂-Entnahme in Klimastrategien

CDRSynTra2 bündelt Forschungsergebnisse zur CO₂-Entnahme und entwickelt daraus belastbare Grundlagen für ihren möglichen Einsatz in Deutschland und Europa. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Ansätze realistisch, wirksam und verantwortbar sind – und wie sie in umfassende Klimaschutzstrategien integriert werden können.

Synthese- und Transferprojekt der zweiten CDRterra-Phase

CDRSynTra2 ist das zentrale Synthese- und Transferprojekt der zweiten Phase des Forschungsprogramms CDRterra. Es führt die Ergebnisse der 17 Verbundprojekte zusammen, ordnet sie systematisch ein und bereitet sie für unterschiedliche Zielgruppen auf.

Systematische Bewertung von CO₂-Entnahmemethoden und -Portfolios

Ein zentrales Instrument ist ein in der ersten Förderphase entwickelter Bewertungsrahmen, der in CDRSynTra2 weiterentwickelt und angewendet wird. Er ermöglicht eine vergleichende Analyse von CO₂-Entnahmemethoden entlang zentraler Kriterien wie Wirksamkeit, Kosten, ökologische Auswirkungen, gesellschaftliche Akzeptanz und politische Umsetzbarkeit. Darüber hinaus werden Kombinationen verschiedener Ansätze und vollständige CDR-Portfolios untersucht.

Neue Forschungsergebnisse und internationale Einordnung

Mit der zweiten Förderphase erweitert sich die empirische Grundlage deutlich. Neue Verbundprojekte liefern zusätzliche Erkenntnisse zu unterschiedlichen Verfahren und Kontexten, die mit internationaler Forschung und bestehenden Bewertungen verknüpft werden. Auf dieser Basis werden robuste Entwicklungspfade für Europa abgeleitet.

Messung, Berichterstattung und Überprüfung von CO₂-Entnahme (MRV)

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung von Methoden zur Messung, Berichterstattung und Überprüfung von CO₂-Entnahme. Ziel ist es, zusätzliche Entnahmen verlässlich zu quantifizieren, Doppelzählungen zu vermeiden und eine Grundlage für politische Steuerung und Förderinstrumente zu schaffen.

Grundlagen für politische Steuerung und Förderinstrumente

Die Ergebnisse von CDRSynTra2 liefern eine evidenzbasierte Grundlage für politische Entscheidungen und die Weiterentwicklung von Klimaschutzinstrumenten im Bereich CO₂-Entnahme.

Wissenschaft im Austausch mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

In Dialogformaten werden Forschungsergebnisse mit Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutiert und in Handlungsoptionen übersetzt. Gleichzeitig untersucht das Projekt diese Austauschprozesse empirisch, um den Wissenstransfer gezielt zu verbessern.

Wissenstransfer und Bildungsangebote zur CO₂-Entnahme

Ergänzend entwickelt CDRSynTra2 Bildungsangebote und Materialien für unterschiedliche Zielgruppen. Ziel ist es, CO₂-Entnahme als Bestandteil von Klimaschutzstrategien verständlich und differenziert zu vermitteln.

CDRSynTra2 wird von der Ludwig-Maximilians-Universität München koordiniert und gemeinsam mit Partnern aus Natur-, Sozial- und Kommunikationswissenschaften umgesetzt.

Für weitere Informationen:

CDRSynTra - Tragfähige Pfade für den Einsatz von CO2-Entnahme

CDRterra – Forschungsprogramm zu landbasierten CO2-Entnahmemethoden

Laufzeit
11/2025 - 10/2028
Projektleitung
Prof. Dr. Julia Pongratz
Projektwissenschaftler
Dr. Felix Havermann
Fachgebiet
Geographische Gesellschaft-Umwelt-Forschung, Klimatologie, Modellierung, Vegetationsgeographie
Gefördert durch
Bundesministerium Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)